Aktuell
Konferenz in St. Petersburg
Vom 22. bis 26. Juli 2019 fand in St. Petersburg, Russland, eine Frauenkonferenz statt. Auf Einladung der russischen Gewerkschaften haben für den ASGB Priska Auer und Alex Piras daran teilgenommen.

Die Konferenzteilnehmerinnen stellten sich den Fotografen - in der ersten Reihe Mitte Alex Piras und Priska Auer
Die Konferenzteilnehmerinnen, allesamt Gewerkschaftsvertreterinnen von Betrieben in einer Größenordnung von 2.000 bis 25.000 MitarbeiterInnen, haben eine Woche lang über die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, über Vereinbarkeit von Familie und Beruf, über den technologischen Wandel und über allgemeine frauenspezifische Themen diskutiert und beraten.
Priska Auer hat im Rahmen ihres Referates kurz das Land Südtirol, dessen Geschichte und Besonderheiten vorgestellt, und auch darauf verwiesen, dass in unserem Land über 50 Prozent der Betriebe nicht mehr als zwei Mitarbeiter haben, auch um auf die unterschiedlichen Dimensionen und Möglichkeiten hinzuweisen. In den russischen Betrieben gibt es z.B. überall Kinderbetreuungsstätten, was aufgrund der Größenordnung der Betriebe kein Problem darstellt.
Die russischen Frauen haben das Problem, dass Frauen im Erwerbsleben nicht gleich wie die Männer behandelt werden. Dies äußert sich vor allem dahingehend, dass Frauen bei Beförderungen oft übergangen werden und ihr Gehalt bei gleicher Arbeit geringer ausfällt, als das der Männer. Durch die Doppelbelastung Familie und Beruf, mit der die meisten Frauen konfrontiert sind, haben sie es immer noch ungleich schwerer als die Männer, die sich meistens auf ihre Karriere konzentrieren können.
Auer verwies auch darauf, dass Frauen in Südtirol laut den aktuellen Daten immer noch 17,2 Prozent weniger als Männer verdienen und dadurch auch weniger in die Rentenkasse einzahlen können. Das Resultat sind Altersarmut und die Abhängigkeit vom Ehepartner oder von staatlichen bzw. lokalen Sozialleistungen. Zudem verläuft das Arbeitsleben der Frauen oft mit Unterbrechungen oder sie arbeiten bedingt durch Mutterschaft, Kindererziehung oder Pflege von Familienangehörigen in Teilzeit. Damit ist für viele Frauen ein Abdriften in die Altersarmut vorprogrammiert.
In der Diskussion stellte sich heraus, dass die russischen Frauen vor ähnlichen Problemen stehen, nur in Betreuung von Kleinkindern sind sie besser aufgestellt.
In langen Diskussionen haben Alex Piras und Priska Auer den russischen Gewerkschafterinnen viele Fragen beantwortet: gemeinsam hat man festgestellt, dass Gewerkschaftsarbeit nach wie vor viel Zähigkeit und Ausdauer erfordert, wobei sich Frauen immer noch ungleich härter tun als Männer.
Priska Auer hat im Rahmen ihres Referates kurz das Land Südtirol, dessen Geschichte und Besonderheiten vorgestellt, und auch darauf verwiesen, dass in unserem Land über 50 Prozent der Betriebe nicht mehr als zwei Mitarbeiter haben, auch um auf die unterschiedlichen Dimensionen und Möglichkeiten hinzuweisen. In den russischen Betrieben gibt es z.B. überall Kinderbetreuungsstätten, was aufgrund der Größenordnung der Betriebe kein Problem darstellt.
Die russischen Frauen haben das Problem, dass Frauen im Erwerbsleben nicht gleich wie die Männer behandelt werden. Dies äußert sich vor allem dahingehend, dass Frauen bei Beförderungen oft übergangen werden und ihr Gehalt bei gleicher Arbeit geringer ausfällt, als das der Männer. Durch die Doppelbelastung Familie und Beruf, mit der die meisten Frauen konfrontiert sind, haben sie es immer noch ungleich schwerer als die Männer, die sich meistens auf ihre Karriere konzentrieren können.
Auer verwies auch darauf, dass Frauen in Südtirol laut den aktuellen Daten immer noch 17,2 Prozent weniger als Männer verdienen und dadurch auch weniger in die Rentenkasse einzahlen können. Das Resultat sind Altersarmut und die Abhängigkeit vom Ehepartner oder von staatlichen bzw. lokalen Sozialleistungen. Zudem verläuft das Arbeitsleben der Frauen oft mit Unterbrechungen oder sie arbeiten bedingt durch Mutterschaft, Kindererziehung oder Pflege von Familienangehörigen in Teilzeit. Damit ist für viele Frauen ein Abdriften in die Altersarmut vorprogrammiert.
In der Diskussion stellte sich heraus, dass die russischen Frauen vor ähnlichen Problemen stehen, nur in Betreuung von Kleinkindern sind sie besser aufgestellt.
In langen Diskussionen haben Alex Piras und Priska Auer den russischen Gewerkschafterinnen viele Fragen beantwortet: gemeinsam hat man festgestellt, dass Gewerkschaftsarbeit nach wie vor viel Zähigkeit und Ausdauer erfordert, wobei sich Frauen immer noch ungleich härter tun als Männer.