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Die Soltnflitzer mit Sepp Rungaldier: Seit zwanzig Jahren alle zwei Jahre ein Benefizkonzert für die SKH

Fotos: SSV Jenesien
Eine Erfolgsgeschichte und eine Seelengeschichte, die vor 20 Jahren begonnen hat. Im Jahr 2005 hat Sepp Rungaldier in Jenesien und mithilfe der „Soltnflitzer" wie seine Abteilung des SSV Jenesiens heißt und deren langjähriger Sektionsleiter er war, zum ersten Mal ein Benefizkonzert zugunsten Krebskranker organisiert. Und seither alle zwei Jahre wieder. Am 8. März 2025 März ist das letzte Konzert unter seiner Regie über die Bühne gegangen.
Sepp Rungaldier ist ein rühriger Mensch, wenn er von etwas überzeugt ist, dann setzt er sich 150 prozentig ein. Die Konzerte im Haus der Vereine von Jenesien waren von Anfang an ein Erfolg. Volles Haus jedes Mal. Da er selbst Musiker ist und über 30 Jahre mit seiner Gruppe Dolomiten-Sextett bis zu 100mal im Jahr in Kellern, in Hallen, auf der Seiser Alm und in Gröden aufgetreten ist, fiel es Sepp Rungaldier nie schwer, andere Musiker und Gruppen zu überzeugen, zu einem Konzert für einen guten Zweck nach Jenesien zu kommen. Kostenlos.
Das Schema war immer das gleiche: bekannte Gruppen aus Südtirol und dazu eine Gruppe aus dem Ausland, aus Slowenien, aus Österreich… Nur dieser Gruppe wurden Kost und Logis ersetzt, als Dank organisierte Sepp Rungaldier immer einen zweiten – bezahlten – Auftritt in Südtirol. Er hatte nie Probleme sein Musikprogramm zu füllen. Und im Saal kamen Liebhaber der Volksmusik jeden Alters auf ihre Kosten, 500 bis 600 Personen!
Einen starken Partner hatte Sepp Rungaldier natürlich auch: Paul Romen, Bürgermeister von Jenesien sowie Präsident des Sportvereins, stellte nicht nur den Saal kostenlos zur Verfügung, sondern übernahm auch jedes Jahr die Schirmherrschaft. An Spenden konnte Rungaldier jedes Jahr eine beachtliche Summe zwischen 4.000 und 6.000 Euro sammeln. In diesem Jahr erreichte er stolz den Höhepunkt mit 7.000 Euro.
Das Engagement Sepp Rungaldiers kommt nicht von ungefähr. Seine Frau Emmi war lange Jahre an Krebs erkrankt. Er litt nicht nur mit ihr mit. Er begleitete sie immer zu den Untersuchungen im Krankenhaus und aus der Begegnung mit vielen, auch jungen Menschen, die an dieser Krankheit litten, entstand der Wunsch, etwas zu tun, um ihnen zu helfen. Das Naheliegendste war für den Hobbymusiker die Musik. Zwei Jahre nach dem ersten Benefiz-Konzert verstarb seine Frau, aber Sepp Rungaldier setzte sich dennoch weiter für Krebspatienten ein. Nach dem Tod seiner Frau hatte er das Bedürfnis ihr ein Lied zu schreiben, aber es sollten viele Jahre vergehen, bis es so weit war. Anlässlich des Konzerts im März 2019 trug Stefan Santi das Lied, das Rungaldier im Vorjahr auf dem Gipfel eines Dreitausenders geschrieben hatte, vor: „Es ist schön die Gletscher in der Sonne zu sehen doch auch sie können nicht bestehen und auch die Rosen müssen mit den Schatten gehen – so wie ich.“
War er traurig, als die Scheinwerfer auf der Bühne des letzten von ihm organisierten Konzerts am 8. März 2025 erloschen? „Nein“, sagt Sepp Rungaldier. „Nach zwanzig Jahren ist es Zeit abzutreten! Es ist gut, wenn jemand anders das Ruder übernimmt, das ist wie in einer Musikgruppe, irgendwann braucht es einen neuen Kapellmeister.“
Das Schema war immer das gleiche: bekannte Gruppen aus Südtirol und dazu eine Gruppe aus dem Ausland, aus Slowenien, aus Österreich… Nur dieser Gruppe wurden Kost und Logis ersetzt, als Dank organisierte Sepp Rungaldier immer einen zweiten – bezahlten – Auftritt in Südtirol. Er hatte nie Probleme sein Musikprogramm zu füllen. Und im Saal kamen Liebhaber der Volksmusik jeden Alters auf ihre Kosten, 500 bis 600 Personen!
Einen starken Partner hatte Sepp Rungaldier natürlich auch: Paul Romen, Bürgermeister von Jenesien sowie Präsident des Sportvereins, stellte nicht nur den Saal kostenlos zur Verfügung, sondern übernahm auch jedes Jahr die Schirmherrschaft. An Spenden konnte Rungaldier jedes Jahr eine beachtliche Summe zwischen 4.000 und 6.000 Euro sammeln. In diesem Jahr erreichte er stolz den Höhepunkt mit 7.000 Euro.
Das Engagement Sepp Rungaldiers kommt nicht von ungefähr. Seine Frau Emmi war lange Jahre an Krebs erkrankt. Er litt nicht nur mit ihr mit. Er begleitete sie immer zu den Untersuchungen im Krankenhaus und aus der Begegnung mit vielen, auch jungen Menschen, die an dieser Krankheit litten, entstand der Wunsch, etwas zu tun, um ihnen zu helfen. Das Naheliegendste war für den Hobbymusiker die Musik. Zwei Jahre nach dem ersten Benefiz-Konzert verstarb seine Frau, aber Sepp Rungaldier setzte sich dennoch weiter für Krebspatienten ein. Nach dem Tod seiner Frau hatte er das Bedürfnis ihr ein Lied zu schreiben, aber es sollten viele Jahre vergehen, bis es so weit war. Anlässlich des Konzerts im März 2019 trug Stefan Santi das Lied, das Rungaldier im Vorjahr auf dem Gipfel eines Dreitausenders geschrieben hatte, vor: „Es ist schön die Gletscher in der Sonne zu sehen doch auch sie können nicht bestehen und auch die Rosen müssen mit den Schatten gehen – so wie ich.“
War er traurig, als die Scheinwerfer auf der Bühne des letzten von ihm organisierten Konzerts am 8. März 2025 erloschen? „Nein“, sagt Sepp Rungaldier. „Nach zwanzig Jahren ist es Zeit abzutreten! Es ist gut, wenn jemand anders das Ruder übernimmt, das ist wie in einer Musikgruppe, irgendwann braucht es einen neuen Kapellmeister.“

Bis auf den letzten Stuhl besetzt, der Saal des Gemeindehauses Jenesien

Bürgermeister Paul Romen
„Wir werden das sicher weiterführen“, der Bürgermeister von Jenesien, Paul Romen, gleichzeitig auch Präsident des Sportvereins, hat keine Zweifel. „Wir als Sportler“, so Romen, „haben das Glück die Bewegung, unseren Sport in der Natur genießen zu dürfen, da ist es nur recht, auch an jene zu denken, die das aufgrund der Krankheit nicht (mehr) können.“ Die Gemeinde Jenesien hilft auch in anderer Form, zum Beispiel mit einem Preiswatten in periodischen Abständen. „Bei der Krebshilfe wissen wir, das Geld kommt in gute Hände und wird in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt, wo es effektiv Hilfe leisten kann! Gleichzeitig ist so ein Konzert auch immer eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit und Mitgefühl für dieses wichtige Thema zu wecken und gleichzeitig Aufklärung zu betreiben.“ Auch nach der zehnten Ausgabe, so Romen, sei zu spüren, dass im Saal noch große Begeisterung herrsche. „Wir als Sportverein sehen dieses Konzert als Verpflichtung an, deshalb gibt es keinen Zweifel, dass es weitergeht, nur über das Wie sind wir uns noch nicht im Klaren. In zwei Jahren melden wir uns zurück.“ Ob in Form von Folklore oder anders, das werde sich zeigen.

Sepp Rungaldier in seinem Element

Freude über das gelungene Konzert: v.li. Stefan Santi, Sepp Rungaldier, Maria Claudia Bertagnolli, vier Mitglieder Südtiroler Krebshilfe und Bürgermeister Paul Romen (4. v.re.)


