Thema
Südtiroler BBQ & Sanftl Grill & BBQ

Leidenschaft fürs Feuer und für guten Geschmack

Von der Grillschule bis zur Outdoorküche – Innovation, Tradition & echte Leidenschaft für BBQ
Matthias Reiterer – FOTO: Südtiroler BBQ
Sanftl Electro Gas Market / Grill & BBQ wurde 1988 von der Familie Vigl-Schmidt übernommen und stetig weiterentwickelt. Heute ist das Unternehmen eine der ersten Anlaufstellen für Grill- und BBQ-Produkte in Südtirol.
Neben hochwertigem Grill-Equipment umfasst das Sortiment auch Haushalts- und Gastroartikel, Campingbedarf sowie technische Gasprodukte. Das Geschäft befindet sich im Herzen von Bozen, in der Gerbergasse 16. Südtiroler BBQ gründete Matthias Reiterer gemeinsam mit Georg Schraffl.
FOTO: Südtiroler BBQ
Die Idee: Grillkurse anbieten, um Kunden die Funktionsweise und Möglichkeiten der Sanftl-Geräte näherzubringen. Schnell wuchs das Konzept weiter – heute bieten sie zusätzlich BBQ-Catering und Streetfood an. Der Firmensitz liegt in Feldthurns. Wir haben bei Matthias Reiterer nachgehakt, um mehr über die Welt des Grillens zu erfahren.
Du hast dein Hobby zum Beruf gemacht. Wie kam es dazu?
Ich war schon immer neugierig und wollte Neues lernen. Als ich meine Lehre bei Sanftl begann, war Grillen in Südtirol und Italien noch eine Nische. Viele hielten es für unnötig, sich mit Garmethoden oder Grilltechniken zu beschäftigen – egal ob Privatkunden oder Gastronomen.
Mit der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Grills wuchs auch mein Interesse, die Geräte und Methoden selbst zu testen. Ich wollte nicht nur theoretisch beraten, sondern wirklich wissen, wovon ich spreche. Das führte schließlich 2018 zur Eröffnung unserer Grillschule mit Georg Schraffl.
Für mich ist es essenziell, dass eine fundierte Beratung auf eigener Erfahrung basiert – egal ob für Hobbygriller oder Profis.
Welche eurer Produkte eignen sich für die Küche?
In der Gastronomie geht der Trend in zwei Richtungen. Erstens Keramikgrills (z. B. Big Green Egg, Monolith) – Sie bieten den klassischen Kohlegrill-Geschmack, eignen sich zum Smoken, Räuchern und für das Garen mit niedriger Temperatur. Und Zweitens Oberhitzegrills (z. B. Beefer, WeGrill) – Mit Temperaturen von 800–900 °C sorgen sie für eine perfekte Kruste, ideal für Steaks.
Keramikgrills ermöglichen zudem langsames Garen (Low & Slow), während Oberhitzegrills perfekt für schnelles, intensives Anbraten sind. Die klassische Teppanyaki-Platte bleibt ebenfalls beliebt, hat aber ihre Grenzen: Da sie nur mit Kontakthitze arbeitet, dringt die Wärme nicht tief ins Fleisch ein – anders als beim Grillen.
Welche Grilltrends dominieren derzeit in der Gastronomie?
1. Showgrillen vor dem Gast
Immer mehr Restaurants setzen auf offene Küchen mit einsehbaren Grillstationen. Hier kommen oft Kohle- oder Keramikgrills zum Einsatz.
2. Outdoorküchen
Outdoor-Cooking wird immer populärer – sowohl im privaten als auch im gastronomischen Bereich. Komplette Außenküchen mit Grills, Kochstellen, Waschbecken und Kühlschränken bieten Gästen ein besonderes Erlebnis.
3. Smoker-Gerichte in der Gourmetküche
Viele Betriebe integrieren klassische BBQ-Spezialitäten in ihre Menüs – teils mit modernem Twist. Rauchsalz oder Liquid Smoke helfen, das Aroma nachzuahmen, doch der authentische Rauchring eines echten Smokers bleibt unerreicht.
Wir bieten eine große Auswahl an Räucherchips – von Apfelholz bis hin zu Fässern aus Whiskey, Wein oder Rum – um das perfekte Raucharoma zu erzeugen.
Hast du einen persönlichen Lieblingsgrill?
Ich greife am liebsten zu Keramikgrills. In Kombination mit einem Monolighter (Anzündfön) sind sie in kürzester Zeit einsatzbereit – und das ohne Rauchentwicklung. Sie sind extrem vielseitig: Vom Hochtemperatur-Grillen übers Smoken und Kalträuchern, Pizza- und Brotbacken bis hin zur Wok-Station & Rotisserie ist alles möglich.
Grillen heute: mehr als nur Würstchen & Steak?
Früher war Grillen simpel: Würstchen, Schnitzel, fertig. Heute ist es eine komplette Outdoorküche. Ich sage immer: „Man kann alles auf dem Grill machen oder verfeinern.“
Von der Vorspeise über das Hauptgericht bis zum Dessert – je nach Gerät sind die Möglichkeiten unbegrenzt.
Gibt es ein Lieblingsgericht?
Ich habe keine klare Nummer eins, aber Spareribs und Steak sind immer ein Genuss. Mein Motto: Das Grundprodukt soll für sich sprechen. Ich vermeide es, Fleisch mit zu vielen Gewürzen zu überladen. Ein Highlight ist der Herz-Burger: Fein geschnittenes Rinderherz, scharf angebraten, mit Pesto oder geriebenem Kren und optional mit Graukäse.
red / KM Tobias Zanotto
SKV-Landesvorstand

Young Chefs
Maximilian Gander

„Ollm Gas“ – Jung, wild & voller Leidenschaft

Warum der junge Südtiroler mit 110 Prozent Herzblut kocht und nie genug bekommt
Maximilian Gander – FOTO: Maximilian Gander
Jahrgang
2008
Herkunft:
Sterzing, Ratschings
Ausbildung
Restaurant Zur Traube, Sterzing
Werdegang
Begann die Lehre im Dezember 2023
Im Kurzportrait
Lebensmotto?
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“
Lieblingsort?
Berge und Küche
Beruf – Posten?
Koch – Entremetier/ Saucier
Lieblingsmenschen?
Familie und Freunde
Lieblingslebensmittel?
Generell die meisten hochwertigen Lebensmittel
Lieblingsgericht?
Geschmortes Kalbswangele mit Kartoffelpüree und Buttergemüse
Was ist für mich kochen?
Leidenschaft
Persönliches Zitat?
„Ollm Gas“
Über mich
Im Sommer 2022 durfte ich für ein paar Tage zu Arthur Lanthaler auf die Berghütte nach Österreich gehen. Da es mir sehr gefiel, wusste ich ab diesem Zeitpunkt, dass ich Koch werden möchte. In meiner Freizeit gehe ich gerne auf den Berg, im Winter gehe ich gerne Ski fahren und treffe mich mit meinen Freunden. Mir gefällt der Beruf Koch deshalb so gut, weil man sehr kreativ sein kann, viele verschiedene Produkte verarbeiten kann und man nie auslernt. Die Lehre habe ich im Dezember 2023 begonnen und besuche die Schule „Emma Hellenstainer“ in Brixen zehn Wochen im Jahr. Vor kurzer Zeit habe ich mich entschieden, dem Südtiroler Köcheverband beizutreten.
In meinem Ausbildungsbetrieb darf ich mich in vielen Sachen ausprobieren und von Tag zu Tag mehr Erfahrung sammeln. Das Vertrauen meines Chefs Ulli schätze ich sehr. Ich habe ihm sehr viel zu verdanken. Anfang Sommer 2024 durfte ich ein paar Tage bei Mirko Mair (Restaurant Sichelburg) mitarbeiten und schauen, wie es dort so abläuft. Nach der Lehre möchte ich gerne beim Projekt „Fundaziun Uccelin“ von Andreas Caminada teilnehmen. Ein weiteres Ziel von mir wäre, Erfahrung im Ausland zu sammeln und viel zu sehen. Bei der Arbeit mag ich besonders den Abendservice, wenn viel los ist. Natürlich darf die Mise en Place am Vormittag auch nicht fehlen. Am liebsten mache ich Burgerbrote oder Jus. Ich habe große Vorbilder wie z. B. Marco Müller, Sven Elverfeld, Christian Bau, Nick Bril, Norbert Niederkofler und Jan Hartwig, aber natürlich inspirieren mich noch viele andere Köche.


Warum der Beruf Koch? 
Weil ich die Verarbeitung von Lebensmitteln liebe. Für mich ist der Beruf Koch eine große Leidenschaft. Ich bin sehr stolz, dass ich mich dazu entschieden habe, Koch zu werden. Dieser Beruf wird nie aussterben und Köche werden immer gesucht.
red / pj